Thailand – Phuket

Mein erster kleiner Rundgang in “Karon Beach” stellte sich bereits nach knappen 20 Minuten als ein wenig problematisch heraus. Haare, verschwitzt. T-Shirt, verschwitzt. Sandalen reiben, da verschwitzt. Koerper durstig, da alles ausgeschwitzt. Es ist einfach unglaublich schwuel. Nicht einmal so warm (mit knappen 30 Grad immerhin “nur” auf Darwin Niveau, also nichts Neues. Die ungeheure Luftfeuchtigkeit bringt allerdings eine neue Konstante ins Spiel, die man als Mitteleuropaeer so nicht gewoehnt ist. Ergebnis: Schweiss ;)
 
 
SDC13637Eine Schule fuer die Dorfjugend (bitte fragt mich nicht nach den ganzen Bedeutungen von Drachen, Gold, Spitzdaechern, usw. – habe nicht aufgepasst).
SDC13645Unser Hausstrand. Wunderschoen, langgezogen, feiner knirschender Sand…ABER: salzig. Paah. Sehr salzig. Faellt die Entscheidung zwischen Natur (Strand) und menschlicher Faulheit (Pool) irgendwie sehr einfach.
SDC13642Spaetestens wenn man auf diese witzigen Strandbewohner trifft.
SDC13650Das erste Hotel der Maedels, der Pool war keine 3 Meter entfernt. Perfekt: Einfach ueber den Balkon gehuepft, in den Pool, wieder raus, ein gekuehltes Blondes aus dem Kuehlschrank geholt, wieder zurueck ins Wasser…ein Spiel, dass sich gut und gerne ueber mehrere Stunden hinwegziehen kann ;)
P1010492Nach 5 Tagen sind meine Kiwis dann ins Nachbarhotel “Orchid Ressort” umgezogen. Ein wenig guenstiger, aber keinesfalls schlechter. Diese “Swim-In-Bar” war nicht selten Grund dafuer, dass wir endlose Stunden (der Rekord lag bei knappen 8, nur durch kurze Toilettengaenge unterbrochen) am Stueck im Wasser verbracht haben. Wie die Haut danach aussah kann sich sicherlich jeder vorstellen (erst recht wenn man hart auf die 30 zugeht und nicht mehr alles so schoen straff sitzt ;))))

 

Mit dem Umzug ins neue Hotel sind auch weitere Kiwis in genau diesem eingetroffen. Acht, um genau zu sein. Alle aus dem guten alten Te Anau. Somit waren es nun 11 Kiwis und ein Deutscher. Nun koennte man sich fragen, wie gross dieses Te Anau eigentlich sein muss, wenn man selbst tausende Kilometer entfernt noch immer auf einen so grossen Haufen von ihnen trifft. Die Erklaerung ist eigentlich recht einfach: Das “Redcliff Cafè”. Alle arbeiten fuer dieses. Oder haben mal dort gearbeitet. Oder haben mal mit verschiedenen Arbeiten ausgeholfen. Oder haben einfach nur dort gesoffen. Jedenfalls sind es alle Freunde und ein wahnsinnig witziger Haufen.

Am zweiten Tag nach ihrer Ankunft dann unsere erste richtige Unternehmung (man kann ja nicht nur auf der faulen vom Wasser verunzelten Haut rumliegen ;)
Eine Tagestour mit dem Speedboot zu verschiedenen Inseln. Los ging es in aller Fruehe. Die knapp 40 minuetige Autofahrt wurde von meinem Koerper leider nicht gut aufgenommen – ein sehr mulmiges Gefuehl macht sich breit – das kann ja was werden, zumal die See heute sehr sehr rau werden sollte. Dies beweist auch unser erstes Geschenk was wir vom Anbieter erhalten: Seekrankheitspillen. Kann ja heiter werden.
 
 
Thailand_gruppe11 Kiwis und ne Bratwurst.

 

Die erste Stunde allerdings sind wir nur von Welle zu Welle gehuepft. Keine Spur von Krankheit zu spueren. Einfach nur Spass und Adrenalin. Gegen Ende des ersten Abschnittes sind die Wellen dann allerdings zu gross geworden, das Boot konnte sie nicht mehr ueberspringen, musste abbremsen und sich ueber sie schieben lassen. Immer schoen langsam hoch, langsam runter. Hoch, runter. Schaukel, Schaukel. Alles schoen langsam. Genau das, was ich ueberhaupt nicht ab kann. Somit ging es jetzt los. Wuuuuuhhh…”alles klar mit dir, Stefan”…”Ja, ja, bin ok”. “Sicher? Brauchst du ‘ne Tuete?”. “Passt schon”, dachte ich zumindestens. Und es ging auch. Vorlaeufig. Aaaber – nicht lang danach und die Reling rief laut meinen Namen und ich hing ueber ihr. Danach gab es auch die (durchsichtige) Tuete ;) Wer hat eigentlich diesen Mist namens Seekrankheit erfunden? Wer braucht das schon? Bezahlt man haufen Geld fuer Fruehstueck und kann es dann nicht einmal inne behalten. Aber ok, genug zu diesem Thema.

 

IMG_1311“Loh Samah Bay” auf “Phi Phi Island” (aehnelt schon sehr stark den Sounds im neuseelaendischen Fjoerdland).
IMG_1314Alte traditionelle Thaiboote vor den immens steilen Felsen.
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IMG_1321“Pi Leh Cove”, eine alte, sehr tiefe Hoehle, die frueher von Piraten als Versteck benutzt wurde.
IMG_1332Affen am “Monkey Beach”, wo auch sonst ;)
IMG_1339Fuer ein bisschen Banane machten sie fast alles. So erstaunlich wie aehnlich sie mit ihren Bewegungen und Verhaltensweisen dem Menschen sind. Oder ist es etwas anders herum???
SDC13673Hier haben wir unser Buffet zum Mittag einnehmen duerfen – lecker und viel, wie immer.
SDC13663Ein traumhaft schoener Strand. Leider taeuscht diese Einstellung ein wenig – weiter links lagen gute 150 Boote vor Anker, die jegliche gute Aussicht zerstoerten (die doofen Touris sind auch ueberall ;(
SDC13668Ein weiterer dummer Touri – aber ein huebscher. Muhahahaa.
 
Nach dem Mittag ging es mit vollem Magen (geschmeckt hat es mir nach meinem kleinen Wellenproblem natuerlich trotzdem, ob das so schlau war?) in knappen 40 Minuten zu “Kai Nai”, eine Miniminiinsel, die ich in unter 5 Minuten per Fuss umrundet habe. Auch hier hat der Tourismus leider seine Spuren hinterlassen: die Insel ist vollgestopft mit Fressbuden, Bars, Souvenirshops, etc. Was das Touristenherz eben begehrt, was aber dem Scharm dieser Insel nicht unbedingt gut tut. Auch wir, schande ueber uns, haben es nur in eine luftige schattige Huette geschafft und uns dort das Gutgekuehlte schmecken lassen. Nach zwei Stunden ging es wieder weiter, zurueck zum Hafen.
 
Ein wunderschoener Tag. Viele traumhafte Inseln und Straende. Genau das, was man sich eben von Thailand vorstellt. Das Bild, was jeder von Thailand im Kopf hat, wenn man nur an dieses Land denkt. Leider haben uns die wilden hohen Wellen vom “The Beach” Strand (ein bisschen Leo Feeling kam aber trotzdem auf – die Straende aehneln sich ja doch alle) ferngehalten. Ein sehr schmaler Zugang, links und rechts hohe Felsen, machten es einfach zu gefaehrlich.
 
 
SAMSUNG DIGITAL CAMERA“Kai Nai Island” – ist sie nicht suess???
IMG_1360Ein Blick aus unserer schattigen Huette zur nicht weit entfernten “James Bond Island”, die aber leider nicht auf unserer Liste stand.
IMG_1363Mit ein bisschen Glueck erhascht man dann doch einmal einen nahezu menschenleeren Augenblick.
SDC13687Ein einsames Thaiboot.
SDC13672Die Sonne ballerte nun ohne Erbarmen auf uns herab.
 
Eine knappe Woche nach dem Bootstrip stand das naechste Highlight an: Elephant Riding. Und wie der witzige Zufall es so will, wieder war ich krank. Diesmal allerdings eine Ecke haerter als vorher. Es ging einfach garnichts. Hitze? Essen? Trinken? Gewuerze? Keine Ahnung was es war. Es war halt da. Und es war mies. Eigentlich wollte ich auch nicht mit, Problem war nur, dass mein Platz schon bezahlt war und ich dieses Geld nicht einfach zusammen mit meinen anderen Problemen der Toilette hinunter spuelen wollte. Also auf, einen auf stark machen und los ging es.
 
Leider war nach gut 3 Stunden verfrueht Schluss fuer mich. Es ging nichts mehr. Ca. 25x den gelben Ulf gerufen, der Koerper hat nur noch gezittert und beim Laufen mussten sie mich stuetzen (was ist daran eigentlich so witzig, dass jeder staendig kichern und lachen musste????). Im Taxi ging es somit wieder zurueck zum Hotel, ohne den Hoehepunkt des Elefantreitens ueberhaupt in Angriff genommen zu haben. War aber auch wirklich besser so…
 
 
IMG_1380Die erste Station: eine Fahrt im Oxenkarren. Unwahrscheinlich langsam zwar aber dafuer auch unwahrscheinlich schaukelhaft ;(
IMG_1395Eine Thai-Boxing Demonstration.
KanuGutes Gesicht zu schlechtem Spiel – der Schein der Freude truegt gewaltig!
IMG_1398“Samlee” habe ich schon gar nicht mehr kennenlernen duerfen.
IMG_1409Dabei haette ich doch den kommenden Michael Jordan gerne selbst angefeuert.
IMG_1421Oder ist doch dieser nette Typ hier der kommende Ballspielstar?
IMG_1431Wohl eher nicht, denn fuer diese intime Taetlichkeit haette es sofort die erste Verwarnung geben muessen.
 
Jedenfalls hat man mir berichtet, dass das Elefantenreiten zwar recht interessant war, mit aber nur 20 Minuten als Hauptattraktion allerdings ein wenig enttaeuscht hat.
 
Die zweite Woche bestand eigentlich nur aus Fahrten nach “Patong Beach”, dem Ballermann von Phuket. Man kann sich einfach nicht vorstellen was hier so ablaeuft. Und wieviele Touristen auf einem Punkt konzentriert sein koennen. Es gibt hier einfach alles. Unendlich viele Bars. Shops. Maerkte. Nachtclubs. Tanzshows. Maennertanzshows. Ladyboys (der Name sagt ja schon alles – haette aber nie gedacht, dass ich so grosse Probleme mit dem Erkennen des Unterschiedes von echten Frauen und den, nunja, nicht immer frauengewesenen Frauen haben kann. Jedoch geht es nicht nur mir so – was hier schon zu echt boesem Erwachen bei so manch verzweifeltem Mann auf der Suche nach der ganz grossen Liebe gefuehrt haben soll ;)
 
Das naechste voellig neue Thema fuer mich waren die “Ping Pong Shows”. Ich meine, ok, Tischtennis wird es ja nicht sein, wer kommt schon extra nach Thailand nur um sich Timo Boll und Co. im Nightlifezirkus von Patong anzusehen. Der naechste Club brachte dann die Erklaerung, auf die ich aus Ruecksicht auf meine minderjaehrigen Leser (fuer die kleinen Wichtels: ihr koennt ja mal den grossen Wichtel fragen) nicht naeher eingehen werde. Nur so viel. Ein Tischtennisball. Eine Frau. Dann ploetzlich kein Tischtennisball mehr. Und ein Wasserglas. Getoppt wurde dies spaeter durch einen lebenden kleinen Fisch. Mal da, mal weg. Und noch einmal durch einen lebenden Vogel (kolibriartig), der ebenfalls ploetzlich scheinbar spurlos verschwunden war. Einfach unglaublich…
 
 
IMG_1447Unser Fortbewegungsmittel Nummer 1: Tuk Tuk. Wird einem an jeder Ecke hinterher gerufen. Ein bisschen Verhandeln und schon faehrt man wo immer man auch hin will (mal nur zu dritt, ein anderes Mal dann auch zu 12).
P1010489Meist war unser allabendliches Ziel dann Patong.
IMG_1467Die Verkabelungskuenste der Thailaender.
IMG_1476Ein bisschen Jenga um bei Laune an der Bar gehalten zu werden. Trotz hoechster Konzentration lies es sich nicht vermeiden, dass wir den Bardamen zwei Runden Tequilla ausgeben mussten.
 
Alle zwei Tage ging es noch zu den oertlichen Maerkten, wo “originale” Billabong, Diesel, Levis, etc. zu Schleuderpreisen angeboten werden. Mein Glueck: Deuta ist bereits bis zum Rande gefuellt, so dass ich hier, im Gegensatz zu all den anderen, echt sparen konnte (denn auch billige Klamotten werden im Masseneinkauf irgendwann teuer: 20*10 Euro sind eben auch 200 ;)

Die Kiwis sind nun alle weg. Ich bin wieder alleine. Heute geht es mit dem Flieger nach “Koh Samui”, einer weiteren Trauminsel (so sagt man zumindestens). Ich hoffe, dass es jetzt auch wieder ein wenig ruhiger wird. Ein bisschen mehr das Land und nicht die Getraenke studieren ;)

Ich meld mich wieder,

Euer Thai-Stefan

 


 



2 responses to “Thailand – Phuket”

  1. Sören says:

    Servuz Thai-Stefan!
    Das sind ja mal wieder viele interessantete Beiträge! Was da so alles abgeht, nenene ;)
    Und das du so nahe an der Reling gebaut bist, hätte ich gar nicht gedacht:)
    Das mit der Ping Pong Show ist natürlich wahnsinn! Ich hätte Timo gar nicht so eingeschätzt…

    Also dann weiterhin viel Spaß und wenns noch in den Deuter passt, hätte ich gerne als Mitbringsel einen Ping-Pong-Schläger von dir!;)

    Hau rein! Gruß Sören

    P.S.: Ich denke, es sieht mittlerweile besser für dich und deinen Blog aus (–>Wette mit Jana)

  2. Stefan says:

    hab bei ihr auch mal vorbei geschaut, da ist grad tote hose. deswegen ja mein aufruf, dass hier mal was passiert ;)

    das mit der rehling war mir auch nicht klar, kann ich morgen noch einmal unter beweis stellen. dann geht es wieder raus aufs meer ein paar inseln anschauen…wuensch mir glueck.

    beim PP hat mich der vogel einfach nur platt gemacht…haettest du sehen muessen, geht eigentlich garnicht.

    hau rein dicker…ich hoff ich denk an den schlaeger…

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