Thailand – Ankunft in Chiang Mai

Noch ein kleiner Nachtrag bevor es dann endlich ab in den Flieger geht. Doch bis dahin sind noch etliche Stunden sinnloser Zeit rumzukriegen. Deshalb vorher noch ein paar letzte Bilder vom schoenen “Lamai Beach”.
 
SDC13710So langsam hab ich den Dreh mit den Palmen und der Schwerkraft raus (und mit der Bilderdrehfunktion in der Windows Bild- und Faxanzeige ebenfalls ;)
SDC13712Haendler ueber Haendler sind hier am Strand anzutreffen. Manche von ihnen scheinen ihr komplettes Hab und Gut mit sich rumzuschleppen. Im rechten Korb ist im Uebrigen ein Grill untergebracht, sie ist Grillhaendelverkaeuferin. Habe auch schon einen gesehn, der mit 2 Grills, irgendwelchen Kuehlfaechern und 2 (!!!) Sonnenschirmen auf seinen Schultern herum getorkelt ist. Respekt.
SAMSUNG DIGITAL CAMERASchaukeln haben es mir einfach angetan…besonders wenn man Abends nach einem guten Thaibier und deutscher Bundesliga im “German Sportspub” am Strand unter tausenden von Sternen nach Hause schlendern darf.

 

Das Taxi zum Flughafen war fuer 21 Uhr bestellt. Leider steckt in mir immer noch die deutsche Puenktlichkeit, die die Thais scheinbar nicht im Blut haben, so dass ich ab 21:03 so langsam nervoes wurde. Warum eigentlich? Mein Flieger geht doch erst 6 Uhr am naechsten Morgen. “Was? Um 6? Wieso willst du denn dann schon jetzt zum Airport?” Tja, das koennte ich mich auch fragen. Flieger um 6, Einchecken um 4, muesste das Taxi ja gegen 3 mitten in der Nacht los. “Nee, fuer die paar Stunden bezahl ich doch keine ganze extra Nacht…” (auch wenn sie nur 8 Euro oder so kostet. Sind immerhin 400 Baht, womit ich allerdings anderswo viele tolle Sachen machen koennte). Ausserdem hat das Schlafen am Flughafen ja bis jetzt auch fast immer ganz gut geklappt: mehr oder weniger ;) Zweiteres ist hier leider auch eingetroffen.
 
21:59 erreiche ich den Flughafen um gerade noch das Schliessen der Tore mitzubekommen. “Sie koennen hier nicht ueber Nacht bleiben. Dies ist ein offener Flughafen, deshalb muessen wir den gesamten Flughafenbereich absperren. Aber sie koennen gerne in dieses oder jenes Hotel fuer 600 Baht gehen”. “Neeee, aus Prinzip schon nicht! Ich verlass doch nicht mein Hotel um Geld zu sparen um jetzt in ein noch teureres zu gehen!”. Schweren Mutes habe ich mich dann wieder auf die Beine gemacht, den Platz verlassen und mir ein dunkles ruhiges Eckchen gesucht um die restlichen Stunden irgendwie zu ueberstehen. Nach zwei Stunden Kampf gegen Moskitos und Schweiss (wieso gab es in der dunklen Ecke eigentlich keinen Luefter???) war dieses Thema dann aber auch schon wieder Geschichte. Ein echter Teufelskreis: Ich lege mich hin…”Suummmmmmm”, kommen die Mossies. Schmier ich mich mit dem Stinkerspray ein, scheint sie nicht abzuhalten. Deck ich mich komplett mit meinem Handtuch zu ist endlich Schluss mit dem Gejucke und neuen Stichen. Aaaaber, es wird unertraeglich heiss unter jenem. Also ein wenig geoeffnet, ein kleines Guckloch, um frische Luft einzulassen. Und mit dieser natuerlich auch die kleinen Biester. Es war einfach nur unmoeglich das Auge auch nur Ansatzweise in einen geschlossenen Zustand zu bekommen. Nach zwei Stunden war es mir dann zu bunt. “Koennt mich doch alle mal”. Die Laune ging steil bergab. Aber wieso eigentlich, du bist doch im Urlaub!
 
Ich habe mich dann ins Licht eines 24 Stunden Supermarkt gesetzt und gelesen. Oder zumindestens versucht zu lesen. Aber, der 24h Markt hat in Wirklichkeit gar nicht rund um die Uhr geoeffnet, Kunden werden naemlich auch hier verarscht. Kaum eine Stunde spaeter gingen die Lichter aus. Stockdunkel. Mh, tolle Idee Stefan mit deinem 8 Euro Gespare. So habe ich mir dann die naechste Lampe gesucht, die direkt neben der Einfahrt zum Flughafen ein wenig Licht gen Erdboden warf. Hier schlug ich also mein naechstes Quartier auf. Und fang wieder an zu Lesen. Die unbequemste Liege-Leshaltung ueberhaupt laesst schon bald meine Schulter zucken. Dachte ich zumindestens. Ich meine, kennt ja jeder, man liegt schief und ploetzlich bekommt irgendein Muskel einen Rappel und Zuckt was das Zeug haelt. Wie gesagt, genau das dachte ich passierte soeben. Es lies aber nicht nach. Das Gezucke im Hemd. Also langt man mal hin. Wow, der Schreck meines Lebens. Unter meinem T-Shirt krabbelt etwas Grosses. Und dabei handelt es sich bestimmt nicht um ein suesses Plueschschmusetierchen. Ich spring auf, schuettel mich, das T-Shirt aus, faellt da nicht etwa ein ekelhafter “Huhu Bug” (dachte die gibt es nur in Neuseeland???) benebelt zum Boden. Ich meine, eigentlich sind sie nicht weiter schlimm. Wenn es jedoch dunkel ist und man selbst voellig uebermuedet und ein wenig mit der Gesamtsituation unzufrieden ist dann ist das schon maechtig eklig.
 
Aber, wie so immer folgt nach jeder Ebbe auch wieder die Flut. So wurde naemlich mein naechtlicher Ueberlebenskampf von einem Securitymann des Flughafeneinganges beobachtet und er kommt grinsend herueber. Trotz Null-Englisch-Verstaendnisses versteht er mein Problem und bringt mir Antiinsektenspray. Und Wasser, da meines mittlerweile recht fortschreitend aufgebraucht war. Und ploetzlich, aha, wieso denn nicht gleich so, laed er mich ein mit ihm zu gehen. Und trotz dass der Flughafen ein “offener” ist laesst er mich nun aufs Gelaende, besorgt mir einen Stuhl, einen Luefter und meine benoetigte Ruhe. So fand ich fuer ein gutes Stuendchen doch noch meinen Schoenheitsschlaf.
Um 5 habe ich dann meine immer leichter werdende Deuta eingecheckt und das kostenlose Saft- und Kuchenangebot der Airline in Anspruch genommen. Ach ja; das Internet natuerlich auch. Facebook braucht man ja doch irgendwie jeden Tag. Soweit ist es nun schon mittlerweile ;(
 
 
SDC13722Leider hatte ich nur “A”, nicht “F”. Aber auch diese Aussicht von meinem Sitzplatz ist schon recht fotogen ;)
 
Nach einer knappen Stunde war der Flug auch schon wieder zu Ende. So viel Strapazen fuer 60 Minuten Flugzeit – ist schon witzig. In Bangkok hatte ich nun 6 Stunden Wartezeit. Gute zwei sind davon gleich mal fuer das Nachholen meines Schlafes drauf gegangen. Denn hier gab es endlich wieder weiche gepolsterte Baenke (habe mir einfach egoistischer Weise eine komplette reserviert – hat bestimmt nicht jeder mit Huhus die Nacht gekaempft, hab ich mir verdient ;)
 
Der naechste Flug dauerte dann ebenfalls nur knapp eine Stunde und ich war endlich in “Chiang Mai” (“haeee, wo liegt das denn eigentlich???” Erinnerung: am unteren Ende des Blogs ist eine meist aktuelle Landkarte). Das Taxi war mit 120 Baht auch sehr guenstig und mein Backpackers recht schnell gefunden. Die Hostelmama war dann die naechste Ueberraschung. Sie leitet ein Hostel das sich “Backpacker House” nennt. Ein englischer Name. Die Internetpraesenz des Hauses war ebenfalls in Englisch. Alles Englisch. Alles? Nein, nicht sie. Aber mal ueberhaupt gar kein Wort. Nicht einmal “mit Haenden und Fuessen” hat bei ihr funktioniert. Das gibt es doch garnicht. Ich meine, ich erwarte ja nicht, dass jeder Deutsch spricht (warum eigentlich nicht?) – aber wenigstens ein bisschen Englisch. Alle Nicht-Thai-Touristen (ausser vielleicht Italiener) sprechen ein wenig der Weltsprache. Aber nein, sie nicht. Ok, mh, was mach ich denn jetzt, denn sie meinte das Hostel ist voll. Im Cafè nebenan dann die Rettung – eine englisch sprechende Thai. Sie hilft mir ein Bett im komplett LEEREN 12er Dorm zu bekommen “aha, geht ja doch!”. Sie hilft mir auch meine “Hill-Tribe Tour” fuer den naechsten Tag zu buchen und ebenfalls mein Zugticket zurueck nach Bangkok. Denn das war auch ein Abenteuer: “Sie koennen ihr Ticket jetzt auch ganz bequem online reservieren und bezahlen!”. Ha, Witz des Jahres! Die komplette Seite war in Thai. Keine englische Alternative. Alle Knoepfe und Schaltflaechen in diesen lustigen Kindergarten-Das-Ist-Das-Haus-Vom-Nikolaus-Motiven. Gott sei Dank konnte meine neue Thaifreundin auch Thai Lesen und Schreiben und mir das alles ausfuellen. Vertrauen musste ich ihr was die Eingaben angingen (die richtigen Abfahrts- und Ankunftsorte, Datum (in Thailand haben wir gerade das Jahr 2552!!!)). Nach dem Bezahlvorgang (sie wollte mir zum Bezahlen sogar ihre Kreditkarte anbieten, falls meine deutsche mal wieder nicht akzeptiert werden sollte, obwohl sie mich kaum 30 Minuten kannte – aber mit meinem leckeren Eistee, und er war wirklich lecker, war ich ihr bester Kunde des Tages und diesen veraeppelt man ja nun mal auch nicht so einfach ;) bekam ich dann das Bestaetigungsticket und konnte mich vergeweissern, dass ALLES richtig eingegeben war. Denn dieses war ploetzlich wie aus Zauberhand in Englisch. Sachen gibts…
 
 
SDC13734Meine neue Thaifreundin hat mir dann auch gleich einen der groessten und wichtigsten Tempel Chiang Mais gezeigt. Die Treppe hat doch was Mysthisches, oder?
SDC13737Die Pagode, das langsame Umrunden jener soll Glueck bringen.
SDC13739Und es wird noch mystischer…was haben die drei Engel von Charlie mit Buddhismus zu tun???
SDC13742Ganz schoen bunt. Und unreal. Das war sie aber nicht – nach einer kurzen und zaghaften Beruehrung flog sie einfach davon.
SDC13743Zwei Buddhas fuer ein Halleluja.

 


 

 



2 responses to “Thailand – Ankunft in Chiang Mai”

  1. Anonymous says:

    Von Deiner neuen kleinen Thaifreundin hätten wir ja auch gern einmal ein Foto gesehen …!

    Egal, da bin ich mal ein bißchen mehr als eine Woche nicht da und schon verpasse ich drei neue Berichte samt wunderschönen Fotos.

    Hochachtung Alter, Dein Blog schlägt alles, das geb ich Dir hiermit schriftlich.

    Fritz Fischer

  2. Stefan says:

    du bist doch nur an der thai ping-pong-show interessiert, gebs zu! ;)

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