Roadtrip Suedinsel – Schoenwetterpart

Flugzeuge. Viele Flugzeuge. „Emirates“. „Quantas“. „Air New Zealand“. „Airbus A340-500“. „Boing 747“. Eine neue landet gerade. Viele blinkende Lichter. Betriebsamkeit. Lustige kleine Service Autos. Noch lustigere kleine Maennchen mit Mickymauesen auf den Ohren. Es wird dunkel. Die Tasmanische See scheint ruhig, ihre Konturen verschwinden langsam. Kein Uebergang mehr zwischen Meer und grauem Himmel. Dazwischen…eine Scheibe. Hinter der Scheibe…ich. Mal wieder. Ich und ein Flughafen. Fuer laengere Zeit. Kenn ich ja. Nichts Neues also. Vor knapp 4 ½ Stunden habe ich mich von Mama und Papa verabschiedet, habe ihrer davon brausenden Maschine hinterher gewunken (und ich bin mir sicher sie auch mir ;) Ein bisschen gelesen. Ein bisschen geschlafen (wie ich so gut kann in letzter Zeit – Powernaps am Nachmittag, absolut mein Ding ;) Jetzt sind sie also weg. Zwei Wochen sind wie im Fluge vergangen (wie woertlich und passend…hihi ;) Aber von vorne:

Verschlafen, wieder einmal vor einer anstrengenden langen Reise, mache ich mich gegen 6 Uhr in der Frueh auf den Weg nach Queenstown. Als kleine Entschaedigung und Aufmunterung gibt es fuer mich unterwegs den wohl tollsten Sonnenaufgang des letzten Jahres zu sehen.

 

1Die Muedigkeit war ploetzlich wie weg geblasen.
2Unterwegs zur Mittagspause noch schnell eingefangen – “Lake Tekapo”.
 

In Queenstown besteige ich mal wieder den „Naked Bus“ – und wieder gibt es zu diesem Thema nichts Spannendes zu erzaehlen ;) Eine Reise von Queenstown nach Christchurch. Irgendwas bei 500 Kilometern fuer die wir 9 Stunden (!!!) brauchen. Voellig erschoepft (lange Reise) und ausgeruht (fast nur geschlafen) zugleich komme ich im Zentrum von Christchurch an. Steig aus, hole mein Gepaeck und da sind sie auch schon. Perfektes Timing obwohl vorher nur ganz schwammig der Treffpunkt und –zeit ausgemacht wurden. Mann war das schoen Mami und Papi nach 5 ½ Monaten wieder im Arm halten zu koennen…Mhhhhhhhhhhhhh. Unser neues Zuhause (jaja Soeren und Martin, gleich werdet ihr grinsen muessen) wurde auch kurze Zeit spaeter eingeweiht. Ein 6 Meter Motorhome der Marke „Britz“ (hab ichs euch nicht versprochen???). In der Nacht haben wir uns auch gleich aufgemacht in Richtung zurueck. Hehe, exakt denselben Weg, den ich keine 5 Stunden vorher bereits in die andere Richtung gefahren bin. Exakt! Wie lustig. „Wie schade, dass man gar nichts sehen kann im Dunkeln, wuerde gerne wissen wo wir hier lang fahren“ meinte Mutti nur. Erste Uebernachtung in Fairly.

 
 
3Wessen thueringisches Herz wuerde bei diesem Anblick nicht fast aus dem Koerper huepfen???
 

Vielleicht war es ganz gut, dass sie nicht gleich alles im Halbdunkeln gesehen haben. Das Panorama am zweiten Tag hat sie dann naemlich fast erschlagen. Begonnen im Nebel hat sich dieser nach dem ersten Berg sofort vernebelt und es herrschte nur noch Sonnenschein. Blauer Himmel und Sonnenschein – wie man sich Urlaub eben vorstellt. Und auch gut so. Denn nur so wirken die beiden Seen „Lake Tekapo“ und „Lake Pukaki“ wie sie eben wirken…atemberaubend schoen. Blau blauer Tekapo/Pukaki. So ein schoenes Blau. Und direkt dahinter die Berge. Und da es zu meinem Milford Track ja so richtig schoen geregnet hat waren diese, da hoeher liegend, auch noch mit Schnee bedeckt. Also hat man DIESE Seen nun auch mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Die Eltern voellig begeistert „wie soll das denn jetzt noch gesteigert werden???“. „…mh, keine Ahnung…vielleicht mit einem wolkenfreien schneebedecktem „Mount Cook“ im Hintergrund?“. Sollte doch zu machen sein.

 

Also keine Zeit verlieren, aber auch nicht haetzen (is ja schliesslich Urlaub), und ab. Denn der Berg ruft. Nack kurzer Fahrt taucht er dann auch hinter dem Pukakisee auf, lichterloh, neee, wie sagt man, klar wie die Nacht?, nee, naja, er war wolkenfrei, nicht verschwommen oder matschig…er war eine Pracht. Eine Pracht, die man die ganzen letzten 50 Kilometer auf der Fahrt zu ihr bestaunen und bewundern konnte. Und rechts neben einem immer dieses Blau des Sees. Wow. Als wir ankamen kamen gleichzeitig leider auch ein paar Wolken an. Also fix fix zum Aussichtspunkt und geraaaade noch geschafft, Fotos geschossen und schon versteckt er sich hinter diesen. Kommt immer mal wieder raus um kurze Zeit spaeter wieder in ihnen zu verschwinden. Man, schon hoch das Ding. Imponierend. Wie gesagt, was fuer ein Einstieg in die Rundreise. Und dabei ist der erste Tag noch immer nicht vorbei. Noch lange nicht. Gerade Mittagszeit. Apropos Mittag, dieses wurde dann auch direkt vor der herrlichen Kulisse eingenommen. Wo auch sonst. Danach ging es ueber Wanaka nach Queenstown.

 
 
4Unser Britz.
5Kaum eine Stunde auf den Beinen schon eroeffnet sich einem dieser Ausblick.
6Wieder “Lake Tekapo” – diesmal aber mit Sonnenschein.
7Die Kirche mit dem wohl weltweit besten Ausblick.
7a“Lake Pukaki” mit schneebedeckten Bergen inklusive “Mount Cook” im Hintergrund.
8Drei starke Maenner (vl.: Papa, Mnt Cook, ich ;)
9Eine Wand. Ganz einfach. Nicht mehr, nicht weniger. Eine Wand, ueber die sich eine weitere Wand schiebt. Nun aber schnell zum Cooky.
10Gerade noch rechtzeitig vorm Nebel angekommen ;)
11In diesem Bild kommt er etwas schwaechelnd herrueber – liegt aber nur an der Entfernung. Keine Angst, er ist und bleibt Neuseelands hoechster Berg.
 

Hier habe ich ihnen als erstes die „erste kommerzielle Bungyanlage der Welt“ heiss machen wollen. Aber kein Interesse. Naja. Weiter. Gibt ja noch andere Sachen. Speziell hier in Queenstown, der Adventure Hochburg von Neuseeland, wenn nicht sogar weltweit. Gegen Bares kann man hier fast alles machen, was irgendwas mit Herzschlagbeschleunigung zu tun hat. Wie der „Shotover Jet“ zum Beispiel. Im gleichnamigen Canyon rast man auf einem Jetboot mit bis zu 80 Sachen millimeterdicht an den beidseitigen Felsen vorbei. Ein 360° Turn jagt den naechsten. Wasser spritzt an allen Ecken. Die Kundschaft jubelt, der Fahrer gibt noch mehr Gas. Oder hebt den rechten Zeigefinger, fuehrt einige schwingende Bewegungen mit diesem aus und der naechste 360er steht bevor. Fun Fun Fun. Die Boote koennen in 10 Zentimeter flachem Wasser fahren. Nee, rasen muss man ja sagen. Wie sie das nur machen? Und auch die Fahrer. Wie viele Trainingsfahrten (und Unfaelle?) muss es gedauert haben bis sie den Dreh richtig raus hatten? Bis sie wussten wie nah man an alle Felsen fahren kann. Wie das Wasser hier und dort reagiert (wobei, Wasser reagiert eigentlich immer anders. Sagt man nicht so schoen, dass man niemals in den gleichen Fluss pullern kann…er aendert sich, das Wasser fliesst weiter und anders…usw.). Den lachenden Gesichtern meiner Eltern nach der Fahrt entnehme ich jede Menge Spass. Sie haben es genossen (ich uebrigens auch) – geile Sache. Zweiter Tag, wieder tolles Wetter, wieder viel erlebt und gesehen. So kann es weiter gehen. Am Abend ging es ueber Te Anau (nach nicht einmal 2 Tagen Abwesenheit wieder zurueck – wie gesagt, die exakte Strecke ;) das ist wirklich witzig) zum Startpunkt des Routeburn Tracks, wo wir uebernachteten.

 
 
15Huuuiiiiiii…

16Dreifacher Daumen hoch fuer diese geniale Veranstaltung.
17Der “Shotover Canyon” – hier rast man also erbarmungslos durch.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAQueenstowns Berge im Hintergrund.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAUnd noch einmal die Queenstowner Gegend von oben.
 

Der dritte Urlaubstag. Der dritte Tag in Folge mit purem Sonnenschein, obwohl von den armen Wetterfroeschen schlechtes Wetter mit Wolken und Regen hier und da vorher gesagt wurde. Naja, hier und da eben. Hier jedenfalls nicht. Und das war auch gut so, denn heute war eine Bootscruise auf dem „Milford Sound“ angesagt. Mein drittes Mal – langweilig? Niemals. Kann ja gar nicht bei dieser Ansicht. Immer und immer wieder haut sie mich um. Immer und immer wieder muss ich den „Mitre Peak“ fotografieren, keine Ahnung wie oft ich dieses Motiv mittlerweile schon habe. Aus allen nur erdenklichen Positionen. Hier sind noch ein paar…

Die Cruise war perfekt. Ok, wenn man was bemaengel woellte koennte man sagen, dass die Sonne schon etwas hoeher haette stehen koennen – der Waerme und der Farben wegen. Aber wer will hier schon meckern. Wieder toll. Knappe zwei Stunden auf dem Deck stehend und die Gletscherrueckstaende bewundert. Und wieder: „wie steil das alles ist – geht doch nicht. Maaaaaan!“ Sogar einen Delfin haben wir gesehen – passiert nicht jedes Mal. Bis jetzt passt einfach alles in diesem Urlaub.

 

20Ein fotogeiler Kea in Pose.
21“Mitre Peak” zum 3848574929igsten.
22Das “Arthur Valley” – irgendwo dort hinten war das Ziel des “Milford Tracks“.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAUnd noch einmal der Mitre, diesmal aber nicht im Mittelpunkt. Auch anderen Bergen gebuehrt ab und an dieses Recht ;)
24Dafuer hat er es hier dann doch schon wieder geschafft…
 

Nach der Fahrt ging es zurueck zum Routeburn Startpunkt und hinauf zum „Key Summit“ auf fast 930 Meter. Tolle Aussicht in alle Richtungen (auch hier musste ich mich stark zusammenreissen, um nicht wieder haargenau dieselben Aufnahmen wie beim letzten Mal zu machen – mein Laptop platzt doch schon jetzt aus allen Naehten!). Uebernachtet wurde dann auf meinem Holidaypark (danke Willy fuer den Mitarbeiterrabatt. Ich weiss, du verstehst eh kein Deutsch, aber ich will mir dann nicht nachsagen lassen, dass ich deine Grosszuegigkeit vergessen habe ;)

 
 
25Tolles Wetter, tolle Aussicht…mehr geht doch gar nicht!
SAMSUNG DIGITAL CAMERAInnerhalb nur weniger Meter gelangt man von baumloser Landschaft (da eigentlich ueber der Baumgrenze) in dieses fast undurchdringbare moosueberwucherte Regenwaldirgendwas.

 


 



2 responses to “Roadtrip Suedinsel – Schoenwetterpart”

  1. Sören says:

    Wieder einmal atemberaubende Bilder!!! Andere Kamera?
    Ist schon echt witzig für Maddin und mich, einige Stationen der Tour jetzt nochmal zu sehen. Hat was!!!
    Mich ärgert es immer mehr, dass wir die Milford Cruise weggelassen haben. Den Tag Akaroa hätten wir uns stattdessen schenken können!!!
    (–>liebes Akaroa: bitte nicht falsch verstehen, aber ihr standet auf der Liste “100-TOP-Must-Views” halt ein Stück hinter Mildford abgeschlagen)

    Sicher wird dir mein folgender Kommentar völlig klar sein, aber du würdest ihn auch nicht für dich behalten können: –> ES SIND NUR 3 DAUMEN HOCH !!! ;)

    Hau rein

  2. Stefan says:

    Wie war das mit den Korinthen und ihrer Lieblingsbeschaeftigung??? ;)))

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