Roadtrip Suedinsel – Schlechtwetterpart

4. Tag. Wo ist die Sonne hin? Mh, doof. Naja, heute ist sowieso nur fahren angesagt. Ueber Queenstown (mal wieder,w ar jetzt in 4 Tagen 3 Mal in Queenstown ;) und Wanaka geht es ueber den „Haas Pass“ an die Westkueste. An die verregnete Westkueste muss man sagen. Und die verregnete Westkueste ist sie tatsaechlich. Irgendwie immer. Nahezu jeder den ich kenne erlebt sie feucht. Nass. Regnerisch. Ich bin nun zum zweiten Mal hier – beide Male Regen. Muss wohl so sein. Leider wird aus dem Spiegel im „Lake Matheson“ wieder nichts so richtig. Hatte ich bei den Jungs damals grosskotzig gemeint, dass mir das damalige Wetter eigentlich egal sein koennte weil ich mit meinen Eltern sowieso noch einmal herkomme, nun bin ich da…paaah, gleiche Pampe. Regen, Wolken und Nebel. Von den Gletschern nur ein bissel zu sehen, spaeter gar nichts mehr. Der See verliert schon frueh jegliche Spiegeleigenschaft durch den Wind. Der erste Regentag der Reise. „Naja, kann ja nicht jeder Tag so schoen sein. Warten wir ab“.

 
 
27Ich will doch nur EINMAL Sonne und die Gletscher hinter dem Matheson sehen!!! Mann…
28Fuer kurze zeit waren die Gletscher hinter den Kuehen sogar erkennbar, ehe die riesen Nebelwand sie dann voellig auffrass.
 

Aber auch das Warten brachte nicht viel. Wieder Regen am fuenften Tag. Aus der gefuehrten Geltschertour wurde sowieso nichts, sie waren alle ausgebucht (schadenfroh muss ich im Nachhinein „Gott sei Dank“ sagen, ist zwar schade fuer die „Glueckspilze“, die einen Platz erhaschen konnten, aber gut fuer uns – 6 Stunden im stroemenden Regen moechte ich nicht im grauen Gletscher rumkrackseln). Aus einem Besuch der Gletscher nur zum Gucken wurde auch nichts, da die Zufahrtsstrassen wegen Ueberflutung gesperrt wurden. Leicht enttaeuscht ging es also ueberfrueh und ohne verrichteter Dinge weiter nach Greymouth, wo wir als kleine Entschaedigung noch „Shaunty Vilage“ angeschaut haben. Ein kleines Dorf, wo knapp 30 Haeuser wie zur Zeit des grossen Goldrausches hergerichtet waren. Apropos Goldrausch, auch wir durften uns daran versuchen, mal mehr (Mama und ich) mal weniger (hihi, sorry Papa) erfolgreich.

 
 
30Hier siehts noch ganz gut aus – am Ende waren die ohnehin schon kargen Goldkruemelchen fast gaenzlich weggeschwemmt wurden ;)
31Nicht so hier ;) Naturtalent ;) Sollte mal ueber eine professionelle Ausfuerhung dieses Berufes nachdenken ;)
32Oder auch doch nicht – Neider sind schnell auf den Plan gerufen.
 

Auch der sechste Tag war bewoelkt und vernebelt. Bissel Regen, aber besser als noch Tags zuvor. Die „Pancake Rocks“ waren das naechste Ziel. Viel veraendert haben sie sich nicht, seit ich mit den Jungs das letzte Mal hier war ;) Dennoch fragt man sich noch immer wie witzig und ideenreich die Natur manchmal sein kann. Auch der „Truman Track“ aehnelte stark dem Bild, das er mir beim letzten Mal vermittelt hat. Ein toller Strand. Haette ich eine Badehose angehabt haette es mich wahrscheinlich wieder ueberkommen und ich waer hinein in die Wellen (ok, um ehrlich zu sein, haette es nicht, da ich die Hose aus genau diesem Grund mit Absicht und weiser Voraussicht und mit Vorsatz und mit Weichlichkeit eben nicht angezogen hatte ;) Schoen war es trotzdem.

 
 
33Das Blowhole der Pancakes.
34Der Nebel ist ganz gut erkennbar – im Gegensatz zu den Steinen ;(
35Den Viechern macht es natuerlich nichts aus – sie haben aber auch keine eigensinnigen Digitalkamers, die allzugerne Sonnenscheinaufnahmen den Nebelvarianten bevorzugen.
35aDas Ende des “Truman Tracks” – wieder ein Wasserfall ;)
 

Anschliessend ging es ueber den „Arthur Pass“, einer der wohl schoensten Gebirgspassstrassen Neuseelands. Kann ich so aber nicht bestaetigen, da ausser Nebel nicht wirklich viel zu sehen war. Leider. Haette mich gerne davon ueberzeugen lassen. Naja.

 
36Wie gesagt…Nebel.
36a“Devils Punchbowls”, irgendwo auf der Runterfahrt vom Pass.
 

Tag 7. Schoenes Wetter ausnahmsweise. Ich weiss, passt gerade nicht so genial zu meiner Ueberschrift. Aber man kann sichs eben nicht immer aussuchen ;) Nehmen wir aber gerne in Kauf, das schoene Wetter. Wenn es schon einmal da ist. In „Hanmer Springs“ hies es heute relaxen. Entspannen. Geniessen. Ruhe. In den natuerlichen thermalen Quellen des netten Oertchens einfach mal die Seele und Beine baumeln lassen. Hachhh, wie schoen. Zwischen 36 und 41 Grad warmen Wasser mit verschiedenen Mineralzusammenstellungen konnte man wechseln. Begonnen bei „kalten“ 36 Grad haben wir uns zu den ungefilterten stinkenden 41 Grad gesteigert, was aber schon wieder zu warm zum angenehmen Baden ist. Faengt man ohne was zu tun, einfach nur dasitzen, an zu Schwitzen. Komisches Gefuehl, man sitzt im Wasser und schwitzt. Mh, komisch halt. Nach guten 2 ½ Stunden ging es weiter. Genug ausgeruht. Wir sind hier ja schliesslich nicht im Urlaub ;)

 
 
38Na ok, doch Urlaub. Ausruhen. Relaxen. Geniessen.
39Was fuer eine schoene Anlage.
40Und mit was fuer einem schoenen Ausblick diese schoene Anlage auch noch ausgestattet ist ;)
41Und noch immer schoenes Wetter – waer es doch nur so geblieben. Und dabei haben doch ALLE ALLES aufgegessen…mhhh.
 

Auf der Fahrt nach „Kaikoura“ hat sich bei einer tollen Aussicht das Unheil aber schon wieder angedeutet. Nebel in der Ferne. Aus dem Nebel ist dann eine riesen Wolkendecke plus Nebel geworden, als wir dort ankamen. Die einheimischen Seerobben hat dies allerdings herzlich wenig gestoert. Sie lagen voellig regungs- emotions- und motivierungslos auf ihren fetten Aerschen, oeffneten ab und an mal ein Aeuglein zum Kontrollblick und schlummerten weiter. Was fuer ein Leben. Sich mit den dummen Touris abfinden und dann einfach nur pennen. Fressen und pennen ;)

 
 
42So haette es aussehen koennen, Kaikoura vom Boot aus gesehen. Leider musste aber nur eine abfotografierte Wandkarte ausreichen. Naja, jetzt wissen wir wenigstens wie schoen es haette werden koennen…doof.
43Pennen…
44Glotzen…
45Und das auch noch verkehrt herum und unrasiert ;)
 

Mit dem ersten Blick aus dem Fenster an Tag 8 wurden dann auch unsere letzten Hoffnungen zunichte gemacht – Hoffnungen auf gutes Wetter, Hoffnungen auf weniger Wolken und Nebel, Hoffnungen um doch an einer der vielen „Whale Watching“ Touren teilnehmen zu koennen. Diese arbeiten naemlich mit Flugzeugen zusammen um eine garantierte Walsicht garantieren (???) zu koennen. Flugzeuge und schlechtes Wetter passen leider nicht wie die Faust aufs Auge, konnten deshalb nicht starten und die Boote auch nicht. Nichts war es also mit Walen beobachten. Aber vielleicht besser so. Richtig billig ist das voellig in maorischer Hand liegende Abenteuer auch nicht mehr und ob es sich bei halbwegs akzeptablen Wetter wirklich gelohnt haette darf stark bezweifelt werden. Die Wale sieht man eventuell nur halb (80% Geldrueckerstattung gibt es nur bei kompletter Walvorzeigeverweigerung) und von der tollen Halbinselaussicht mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund haette man auch nichts mitbekommen. Vielleicht ganz gut so. Wenn dann sicher nur ganz…nichts Halbes. Also ging es nach dem Mittag ab nach „Picton“, in den Norden der Suedinsel. Komischerweise schlug das Wetter keine 20 Kilometer nach Kaikoura komplett um, kein Nebel mehr, paar Wolken nur noch. Doofe Sau das Wetter! So konnten wir in Picton allerdings ein wenig in den Genuss des „Queen Charlotte Sounds“ kommen, an welchem wir eine Weile entlang gefahren sind und auch unseren Kaffee einnahmen. Zu ein paar schoenen Aufnahmen hat das Wetter dann doch noch gereicht. Und endlich habe ich vom Sound auch mal ein bisschen mehr als nur Wolken sehen koennen, welche es bei der Ankunft mit den Jungs auf der Suedinsel noch zu genuege zu bestaunen gab. So siehst du also aus, du alter Sound.

 
 
46Hilfe, mich verfolgen Hunde!
47Papa und seine Kaffeeenten ;)
48“Queen Charlotte Sound”, hat sich der Aufstieg doch gelohnt.
49Dieser voellig durchmorschte Baum musste als Hochstand herhalten – danke fuers Michobenbehalten!
SAMSUNG DIGITAL CAMERALinks der Sound, rechts ein Saegewerk nahe Picton.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAPicton mit Blick zum Sound.
 

Fuer den naechsten Tag war dann unsere Faehre auf die Nordinsel nach Wellington gebucht. Mit hoffentlich besserem Wetter. Die Rueckkehr der Sonne wuerde sicherlich von jedem von uns herzlichst begruesst werden. Durch die miesen Wolken sind immerhin schon zwei Highlights mit den Gletschern und den Walen weggefallen. Also Sonne, trab an!

 
 
SAMSUNG DIGITAL CAMERAQueen Charlotte von der Faehre aus gesehen.

 


 



One response to “Roadtrip Suedinsel – Schlechtwetterpart”

  1. Sören says:

    …und wieder schlage ich zu. Wäre doch gelacht, wenn wir nicht doch noch Jana’s Blog an Kommentaren einholen könnten. Bin zwar momentan etwas ratlos, was ich schreiben soll, weil außer Regen und Nebel ja nicht all so viel passiert ist (ja,… Sonne schien auch mal ;))
    Freu mich schon auf die Nordinsel!!!

    Gruß Sören

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