Paradies

Endlich wieder Service. Die Zeit der Billigairlines ist endgueltig vorbei. Ab jetzt heisst es wieder viele viele Filme, Getraenke und Mahlzeiten inklusive. Die neuen Multimediasitze jetzt sogar mit Touchscreen. Yeah, da schlaegt das Maennerherz doch gleich viel schneller (waren auch glaube ich nur Maenner, die die ganze spannende Spielewelt fuer sich wieder entdeckten). Mit „Madagaskar 2“, „The Proposel“ und leckerem „Steinlager“ war die Flugzeit schnell und amuesiert mit einigen Lachern (ich entschuldige mich hiermit offiziell bei meiner Nachbarin, dass ich doch des Oefteren mal etwas lauter Grinsen musste) vorrueber. Los ging der Flug am Freitag, den 18. September 2009 um 23 Uhr. Nach knapp 5 Stunden Flug, organisiertem Transport vom Hostel zum Hostel (ohne vorherige Buchung der Unterkunft wird man erst gar nicht ins Flugzeug gelassen) und ausfuehrlichem Schlaf im neuen Dorm bin ich dann gegen 11:30 Uhr aufgewacht. Am FREITAG, dem 18. September 2009. Haa, Dejavù! Oder was? Nein, ganz logisch – wir ueberflogen die Datumsgrenze. Nachdem ich euch monatelang immer voraus war und gerne auch die Zukunft prognostiziert hatte (in der ich fuer euch ja immer lebte) habe ich nun einen kleinen Zeitsprung unternommen (Zurueck in die Zukunft – oder besser Vergangenheit) und liege jetzt 22 Stunden hinter neuseelaendischer Zeit. Je nach Zeitumstellung (Sommer/Winter) koennen es auch 23 Stunden sein. Das maximalste also, was an Zeitunterschied ueberhaupt moeglich ist. In Neuseeland beginnt der Tag, auf Rarotonga endet er 46 Stunden spaeter (???). Bin jetzt also auf eure Wetterdienste der Zukunft angewiesen. Oder eigentlich auch nicht. Denn ich bin nicht nur zurueck in der Zeit, sondern auch in der Sonne!!!!!!!!
 
 
SDC10272Unser persoenlicher Empfangsmusikus.
SDC10281Meine Bett-Aussicht. Da bleibt man auch gerne mal laenger liegen ;)
SDC10286‘Muri Beach’ nach links.
SDC10289‘Muri Beach’ nach rechts.
SAMSUNG DIGITAL CAMERASuedsee pur!
SAMSUNG DIGITAL CAMERAMuri Beach im Panorama (irgendwo da mitten drinnen direkt am Strand ist mein Hostel).
SDC10306Das Wasser ist einfach nur fantastisch. Da Rarotonga durch ein natuerliches Aussenriff geschuetzt ist herrschen hier auch kaum Wellen vor – ein riesiger Pool.
SDC10330Da kann man sich ja nur wohl fuehlen.
SDC10331WOOOOHLFUEHLEN!!!
SDC10346Eine der kleinen vorgelagerten Inseln, die bequem, da nicht tief, zu Fuss durch das Wasser zu erlaufen sind.
SDC10348Auf einer dieser Inseln lief uns ploetzlich ‘Rosie’ zu…
SDC10350…und wollte auch garnicht mehr gehen. Sie schwamm und schwamm…
SDC10356…und schwamm immer weiter mit uns.
 
Da die Cook Islands mit zu Neuseeland gehoeren (aber selbststaendig sind) wird hier natuerlich Rugby auch ganz gross geschrieben. So ging es am ersten Abend direkt einmal zum letzten (und entscheidenden) Spiel der „All Blacks“ (Erster konnten sie im Tri-Nations Cup zwar nicht mehr werden, dafuer waren die „Springboks“ aus Suedafrika dieses Jahr einfach zu gut, aber solange sie vor den „Wallabies“ aus Australien bleiben ist alles in Butter). So ging es mit dem Bus in die einzige „Stadt“ der Insel (auf den Cooks leben knapp 19000 Menschen, die Haelfte davon auf Raro und 2000 davon in „Avarua“). Es gibt hier insgesamt nur eine richtige Strasse, das ist die Hauptstrasse, die sich ringfoermig in knapp 50 Minuten Fahrzeit ueber 32 Kilmeter um die Insel erstreckt. Dazu fahren zwei Busse, einer im Uhrzeigersinn, der andere entgegen. Auf- und Abspringen kann man theoretisch ueberall, man muss nur rechtzeitig den Arm heben. Viele Kneipen mit Liveuebertragung gab es leider nicht, so traf sie quasi die ganze rugbyinteressierte Inselbevoelkerung in „Chillis Sportsbar“, was dann zu 98% echte Kiwis waren, welche im neuseelaendischen Winter gerne in die warme Sonne Rarotongas kommen. Das Spiel war dann auch fix vorbei (nach 80 Minuten halt), Neuseeland hatte gewonnen und sich somit den zweiten Platz gesichert. Was fuer sie mindestens genauso viel Wert hatte wie der Sieg des Turnieres, da sie sich eben vor Australien eingefunden hatten (ist schon suess diese Hassliebe der beiden Rugbynationen).
 
 
SDC10358Von unserem Sonnendeck.
SDC10359Eine Insel in der Lagune.
SDC10360Eine andere Insel in der Lagune.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAMuri Beach von einer der Inseln aus gesehen.
SDC10393Ein gestrandeter gluecklicher Kiwi.
SDC10395Palmen soweit das Auge reicht.
SAMSUNG DIGITAL CAMERABlau.
 
Nach dem Spiel ging es in einen reinen maorischen Club, wo dann Marco und ich (auch ein Deutscher, der im selben Flieger sass und ebenso dieselbe Unterkunft bewohnt) die einzigen hellhaeutigen Menschen waren (noch dazu blond und untaettowiert) was dann doch recht schnell auffiel. Im Uebrigen hatten sie gerade „Single Night“. Jede Frau hatte hierfuer eine Blume im Haar stecken. Linke Seite fuer „Bin willig!“, rechte Seite fuer „leider vergeben, piss off!“. Oder war es anders herum? Mhh, hatten einige Male nachgefragt und jedes Mal eine andere Antwort bekommen. Sie wissen es wahrscheinlich selber nicht so genau. Oder es handelt sich am Ende wieder nur um einen dieser Tourischerze und die Blumen haben Null Relevanz. Macht aber nichts, die Maedels uebertrafen allesamt mit etwa doppelter Konfektionsgroesse meinen eigentlichen Schoenheitsidealen ;-)))
 
Und dass obwohl es kein Fastfood hier auf der Insel gibt. Muss wohl an den Genen liegen. Dem schwulen Australier und dem philippinischen Ladyboy war das eh egal, sie waren dann doch schon eher an den Weissgesichtern interessiert, was wiederum zu einiger Heiterkeit gefuehrt hatte („So schlecht kann ich also gar nicht aussehen wenn wenigstens die Kerle auf mich….ok, lassen wir das!“ ;-)))))

Heute Markttag. Mit dem Anticlockwise-Bus ging es in die Stadt. Puenktliches Aufstehen war angesagt, da der Markt 12 Uhr mittags bereits wieder schliessen wuerde. Als Frau waere ich hier glaube ich sehr gluecklich geworden. Hunderte farbenfrohe suedseeartige Kleider, Roecke und Dresse. Als Mann blieben dann, da ich mich fuer die weltberuehmten rarotongischen schwarzen Perlen nun einmal ueberhaupt nicht interessiere, nur noch die Fressereien uebrig. Ein Superschnaeppchen habe ich dann gemacht: Haufenweise Tomaten, 2 Gurken, 1 Paprika, 1 Salatkopf und etwa 10 kleine Habaneros fuer den Kampfpreis von umgerechnet rund 2.50 Euro. Yeah, endlich mal was Guenstiges, da die Lebensmittelpreise (da fast alles importiert) einfach nur wahnsinnig hoch liegen. Aber beim Essen sollte man ja nun mal am wenigsten sparen ;) Eine Habanero (kleine suesse paprikaaehnliche knallrote glaenzende Chilli) habe ich abends auch gleich einmal mit an die Nudelpfanne geschnippelt mit dem eindeutigen Ergebnis: Weichei! Knallrot war ploetzlich nicht nur die Chilli sondern mein Kopf naemlich auch. Mein Mund, Nase und Augen haben wie Hoelle gebrannt (das Kapsaisin (der scharfe Wirkstoff) ist NICHT wasserloeslich und laesst sich demzufolge auch nicht ohne Seife mit selbigen abwaschen!), der Schweiss ist in Stroemen geflossen und mein allgemeiner Gesundheitszustand stand kurz vorm Kollaps. Heiss koennte es auch ganz gut beschreiben. Beim zweiten Versuch habe ich dann die kleinen Samen lieber einmal entfernt, die Schote mehr als klein geschnippelt und ein wenig laenger im Oel braten lassen. Effekt: Geniessbar, aber immer noch unwahrscheinlich scharf.

 

SDC10408Wieso gebe ich eigentlich Geld fuer Gurken aus wenn sie hier zu hunderten im Wasser rumkriechen ;)
SAMSUNG DIGITAL CAMERASpiegellagune am fruehen Morgen.
SAMSUNG DIGITAL CAMERADer fruehe Vogel faengt den Wurm – oder den Sonnenaufgang.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAStellt man sich doch gerne den Wecker (noch einfacher wenn man weiss, dass man danach ja sofort wieder zurueck kriechen kann ;)
SAMSUNG DIGITAL CAMERAHuiiiii…schoeeeen.
SDC10484Ein neuer Tag im Paradies.
 
Jetzt haben wir leider bereits den zweiten Tag in Folge Regen – keine Sonne. Ich melde mich wieder, wenn es wieder heisst: Sommer Sonne Sonnenschein!

Bye Bye,

Euer
Cookie-Stefan

 


 

 



4 responses to “Paradies”

  1. Sören says:

    Hey Cookie-Stefan!
    Also mit diesen Bilder schießt du echt den Vogel ab und erzeugst bei jedem von uns jede Menge Neid.
    Na dann genieß’ mal deine letzten Urlaubstage. An dem richtigen Ort dafür bist du ja gestrandet.

    So, dass wars jetzt auch von mir. Heute mal keine dummen Kommentare.

    Hau rein

  2. Mutti says:

    Wir freuen uns schon riesig auf ein Wiedersehen und können die Zeit kaum erwarten. Die Tage und die Stunden sind gezählt. Juhuuuuu!!! Nochmals vielen Dank für die tollen Berichte und Fotos. Die Bilder von Rarotonga sind wieder sehr schön. Da freut sich jeder Hobbyfotograf.

    Bis bad!!!! XXXXXXX

  3. Stefan says:

    keine dummen kommentare…mhh. wusst ja gar nicht, dass von dir auch was serioeses kommen kann ;)

    mutti: hihi, freu mich auch sehr. warum aber nur die HOBBYfotografen? macht auch mal schoene fotos von kassel…will dann mal zur abwechslung einen laanagen und ausfuehrlichen bericht von euch haben ;)

    bye bye – 2 tage noch, puenktlich zum tag der deutschen einheit sind wir wieder vereint ;))) KUSS

  4. Jenny says:

    hey urlauber! also die bilder sind ja mal der absolute hammer! da beneidet dich ja jeder!!! selbst ein starfotograf :)
    wollt dir nur sagen, genieß noch deine letzten tage und die schöne zeit! hoffe, dass du dich trotzdem auf zu hausefreust?! lgdie Jenny

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