Musik

3. Disziplin: Musik

Ein für mich sehr wchtiger Bereich des Lebens, der auch in Neuseeland nicht zu kurz kommen sollte. Aber selbst nach kurzem Googlen habe ich keine einzige nennenswert bekannte Band aus NZ gefunden. Au weia, was kommt da nur auf mich zu? Bis eben dachte ich, dass wenigstens Jack Johnson ein Kiwi sei…aber nee, ein Hawaianer ist er. Und schon sind mir die Ideen ausgegangen. Aber ich muss sagen, dass ich sehr auf die dortige Musik gespannt bin. Und wenn es gar nichts wird habe ich immer noch meinen prallrappelvollen MP4-Player mit am Mann. Aber ich denke, dass spätestens die Maori recht gut abgehen können. In Kriegsbemalung, bunten Kleidern und ihren Didgeridoos…ach nee, war ja wieder was anderes ;)

So nutze ich die letzten Tage hier in Deutschland nochmal ausführlichst um den Genuss guter Musik in mich aufzunehmen. Zu konservieren um dann eventuell in schlechten Zeiten davon zehren zu können. Den Anfang hat vorige Woche Freitag die liebe gute Maria Antonia Schmidt gemacht. Oder besser als Chapeau Claque bekannt. Oder noch besser, für die MTV/Pro7-Generation unter uns, die Sängerin, die mit Northern Lite bei Stefan Raabs Bundesvision Songcontest 2007 (BuViSoCo) sang und somit ebenfalls Thüringen vertrat. Vorher war sie für mich ein ziemliches weißes Blatt gewesen. Aber seit diesem Tag…mannomann, die kleine Frau hat echt Power. Und diese hat sie auch vorigen Freitag wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ein kleines gemütliches Konzert (darf das überhaupt schon Konzert genannt werden???) im Gewerkschaftshaus (HsD) in Erfurt um ihr neues Abum zu releasen.

Um die Musik ablenkungsfrei genießen zu können habe ich mich extra alleine auf den Weg gemacht um mich ihr voll und ganz verschreiben zu können (dass sich keine Menschen Seele gefunden hat, die mich begleiten wollte erwähne ich jetzt hier mal lieber nicht explizit;) Doch dieses Vorhaben wurde noch vor dem Eintritt zunichte gemacht: “Nee oder, Kiwi-Stefan, das gibts ja nicht. Hier? Das ist ja witzig…” War voll der lustige Zufall, dass ich I. nach ewigen Ewigkeiten mal wieder getroffen habe (pflichtbewußt wie ich bin war ich nämlich nicht beim letzten Klassentreffen). Sie hatte eine Freikarte weil sie in Chapeaus neuestem Video mitspielen durfte. Als Kuh!!! Hihiiii, hab dich bis heute nicht gefunden!!! Gib die Freikarte zurück…

 



Bin für kleine Hinweise Zwecks Auffindung des Huhnes sehr dankbar.

 

Im Inneren wurde schnell klar, dass es wirklich ein kleines gemütliches Konzert werden sollte. Allein die niedliche Bühne und ihre Aufmachung hatten sehr viel Charm. Als Vorband, oder Support, kam “Der elende Rest”, oder so ähnlich. Elendig war es leider auch wirklich irgendwie. Der Funke zwischen Sänger und Publikum wollte einfach nicht überspringen. Tat mir schon ein bisschen Leid der Kleine, hat sich ja Mühe gegeben. Nach gut 50 Minuten war dieses Schauspiel dann beendet. Es wurde kurz umgebaut und dann…

Sie kam, sang und siegte. So einfach lässt es sich beschreiben. Einfach Wahnsinn diese Frau. So viel Freude, Spaß, Genuss, Ernsthaftigkeit, Professionalität, Stimmung…genial. Hat mir sehr sehr gut gefallen. “Fabelweiss” nennt sich ihr neues Album (das zweite mittlerweile). Und getreu diesem Motto hat sie die Show auch erst einmal in einem fabelhaft weissen Plüsch-Feder-Körperanzug eröffnet. Und mit ihrem kleinen Spitzschwänzchen hin und her gewackelt ;))

 


fabelhafte Chapeau Claque

 

Alles sehr fabelhaft, versponnen und märchenhaft – getreu dem Albumtitel. Elektro-Chanson-Pop-Romantik wird ihr Musikstil laut Plattenfirma bezeichnet. Was sich verzwickt anhört entpuppt sich am Ende als ein Mix vieler Musikrichtungen, nie zu viel auf einmal, aber alles perfekt aufeinander abgestimmt (diesmal verderben eben nicht die vielen Stilrichtungsköche den musikalischen Brei). Im Gegensatz zum Debütalbum (Hand aufs Herz) sind ihre Texte diesmal ein Mix aus deutsch und englisch Sprachigem, was aber immer im Bezug zum Inhalt des Stückes steht. 

Eine sehr gute Mischung aus alten Lieder und denen des neues Albums ließ nie Langeweile aufkommen. Auch hat sie viele ihrer bekannten Songs in neuen, sehr angenehmen Coverversionen neuaufgespielt. Ihre neuen Lieder haben durch die Bank weg Lust auf Mehr gemacht. Sind sehr gut angekommen. Haben gerockt. Haben angeregt. Bin ich mal darauf gespannt, wie sie dann auf dem Album in Studioqualität klingen werden. Live waren sie ein Genuss *schwärm* Die Beinchen wollten garnicht so recht still halten. Und ständig dieses brave, fast schon schüchterne, emotionale bedanken bei den Fans fürs Kommen, fürs längste Mitsingen, das sie bis dahin erlebt hat, für einfach alles. Die Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben. Und das merkte man auch. Sie hatte einfach nur Spaß – und wir ebenfalls. Ein Nehmen und Geben wie man es leider nur noch viel zu selten sieht (ganz krasses Gegenbeispiel waren The Killers beim HF08, musikalisch: top, Interaktion mit ihren Fans: Nöhp! Nichts!). Das sind sie eben – die nichtverbrauchten nichtabgehoben Musiker unserer Zeit. Danke.

Nach viel zu kurzen 120 Minuten war dann auch leider ihr Auftritt vorbei. Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen sich ein weiteres Mal bei uns zu bedanken und noch zwei Zugaben zu spielen. mit dieser hatten wir dann jedes Lied ihres alten Albums zu hören bekommen…und gut 3/4 des aktuellen.

Darf ich bitten…”Zum Tanz”

Euer Kiwi-Stefan

 

fabelhaft verträumtes Bühnenbild

emotionale Melodien – schöne Balladen

 


 

 

 



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