Einmal quer

‘Der fruehe Vogel faengt den Wurm’ hat sich wohl auch Marco gedacht, als er kurz nach sieben an meinem Bett steht und mich unsanft aus der Traumwelt holt. Fast 2 Tage hatten wir richtig gemeines Wetter mit Niesel, Nebel und Winden. Vom paradiesischen Paradies war in dieser Zeit nicht wirklich viel zu sehen und dabei hatte ich doch noch so viel vor – und aber dabei immer weniger Zeit, sollte der Flug doch bereits in weniger als 3 Tagen gehen.

 

DSCF4079Sonnenaufgang hinter unserem Sonnendeck, das auch endlich seinem Namen wieder gerecht wurde.
DSCF4081“Heini”, unser schweizer Nachbar, geniesst die ersten warmen Strahlen nach zwei Tagen Kaelte.
 
Also ging es hoch motiviert aber noch ein wenig muede in aller frueh mit dem Bus nach “Avarua”, wo der Startpunkt unserer heutigen Inseldurchquerung liegt. Einmal quer also, wie es der Name einer Durchquerung schon impliziert. Die Nord-Sued-Route wurde uns empfohlen, sei wohl besser belaufbar. Knappe 7-8 Kilometer werden es grob nach Karte sein, 3-4 Stunden werden dafuer als Zeit angegeben, etliche Hoehenmeter sind wieder zu ueberwinden.
 
 
SDC10656Keine Ahnung wie alt, aber witzig.
SDC10657Endlich mal wieder ein Volleyballnetz gefunden.
SDC10658Wegweiser – dort soll es heute hinauf gehen. Auf zur “Needle”, 413 m üNN.
 
Quasi sofort ging es los und der Weg wurde schmal und steil. Sehr steil. Das Herzchen musste ganz schoen pumpen am fruehen Morgen. Aber irgendwann muessen die 400 Hoehenmeter eben auch mal ueberwindet werden – auf engstem Raum ergibt das dann eben einen schoen knackigen Anstieg. Aber auch dies war nach knappen 75 Minuten erledigt. Klitschnass zwar aber dafuer mit spektakulaerem Ausblick.

 

SDC10663Unterwegs treffen wir auf einen barfusslaufenden Guide. BARFUSS, der muss Sohlen aus Leder haben.
SDC10668Auch ein Hahn ist hier oben anzutreffen, der jeden Tag auf seine Wanderfreunde und Wegfrass wartet…schlau muss man sein, denn abfallen tut hier oben immer was. Und Konkurrenz gibt es auch nicht.
SDC10678Aber nicht nur der Hahn hat sich sein Mittag verdient.
SAMSUNG DIGITAL CAMERALinks Wasser, rechts Wasser, die Nord/Sued-seiten der Insel.
SDC10681Das ist sie also, die “Nadel”, ragt hier einfach mal so steil mitten auf der Bergspitze als weitere Spitze heraus. Spitzesspitze quasi.
SDC10684Eine Bungystation haette sich hier oben auch gut gemacht.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAEine Nadel ragt heraus.
SAMSUNG DIGITAL CAMERADie noerdliche Inselhaelfte.
DSCF4098Alles bestens im Blick und auch sofort festgehalten.
DSCF4100Scheiss Paparatzi, nicht einmal hier oben hat man seine Ruhe um gemuetlich seinen menschlichen Geschaeften nachzugehen.
DSCF4102Wieder Kletterabschnitte, die ein wenig um die Nadel herum fuehren.
DSCF4104Und noch einer (Cliffhanger laesst schon wieder gruessen).
SDC10703Nach dem schweissgebadeten Aufstieg spuert man bereits wieder die Kraefte zurueckkommen.
 
Nach knapp 50 Minuten ging es auch wieder hinab, auf in die suedliche Inselhaelfte. Die gefuehrte Gruppen, die meilenweit vor uns gestartet ist, haben wir auch bald wieder eingeholt. Viel ist hier nicht mehr passiert, ausser das es an den zahlreichen Flussueberquerungen doch recht klitschig, nass und rutschig wurde. Das Bad am Ende des Weges im frischen Wasserfall war jedenfalls mehr als verdient. Nach 60 minuetigem Abstieg war auch dies Geschichte und statt 3-4 Stunden waren es bei uns nicht einmal 2 1/2. Ganz gut fuer den fruehen Morgen. Aber wieder einmal zeigt sich, dass sich fruehes Aufstehen lohnt, denn keine Stunde nach unserer Rueckkehr war die Inselmitte fast vollstaendig mit Wolken zugezogen.
 
 
SDC10722Richtig angenehm frisches Wasser.
 
Am vorletzten Tag ging es noch ganz fix mit dem Kayak um die Inseln. Viel zu erzaehlen gibts hierbei nicht, nur zu bestaunen.

 

SAMSUNG DIGITAL CAMERAEinsamer Strand zum Einsamen.
SDC10740Gestrandet.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAKonnte mich nicht entscheiden, welches Panorama die alleinige Daseinsberechtigung hat.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAImmer schoen am Strand entlang gepaddelt.
SAMSUNG DIGITAL CAMERADas Wasser ist einfach toll.
SAMSUNG DIGITAL CAMERAEin altes Schiffswrack. Im Hintergrund sieht man die Wellen sich am natuerlichen Riff, das die gesamte Insel umgibt, brechen. Dadurch entsteht der natuerliche Schutz fuer die Insel, am Strand kommen nur seichte Wellchen an.
SAMSUNG DIGITAL CAMERALichtspielchen.
SDC10771Das Wasser ist hier draussen so flach, dass man schon einmal selber Hand anlegen bzw. seinen mueden Arsch aus dem Kayak heben muss.
SDC10773Alle vier Inselchen angefahren oder umrundet, nach knapp zwei Stunden war es auch schon wieder vorbei. Was bleibt sind tolle Bilder und ein Schultermuskelkater ;)
 
Dann soll hier noch einmal einer sagen, ich laege nur faul auf meinem Arsch und liesse mich in der Sonne brutzeln. Echt gutes Training die letzten Tage, denn beim schlechten Wetter lag ich wirklich nur faul herum. Ohne Brutzeln!

Bis die Tage,

Euer Cookie-Stefan

 


 

 



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